Schnappschuss des Monats: Der fleißige Weber

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Während meiner 26 Jahre in Deutschland hätte ich nie gedacht, dass ich mich einmal für Vögel interessieren würde. Ornithologie – Vogelkunde – war für mich in etwa so spannend wie Briefmarken sammeln oder Unkraut jäten.

Jetzt – zwei Jahre später – schleppe ich meine sogenannte „Vogelbibel“ ständig mit mir herum und starre wie gebannt in die Bäume und Büsche, um neue Arten zu entdecken. Also, keine für die Wissenschaft neuen Vogelarten, sondern solche, die ich für mich noch nicht in meinem Vogelbuch geloggt habe. Der Maskenweber (African Masked Weaver) ist zwar ein Vogel, der häufig zu sehen ist, dennoch ist er nicht weniger faszinierend. Die männlichen Maskenweber müssen nämlich für ihre Weibchen Nester bauen – manchmal über 20 in einer Brutsaison!

Sie dabei zu beobachten ist wahrlich ein Spektakel! Das Männchen beginnt mit nur einem Grashalm, den es mit Hilfe des Schnabels (!!!) um einen Ast knotet. Dann webt es nach und nach aus weiteren Grashalmen einen Ring und schließlich formt es daraus ein kugelrundes Nest.

Maskenweber beim Nestbau

Foto zum Vergrößern anklicken!

Die Weibchen sind bei ihrer Nestwahl dann so pingelig, wie sie nur sein könnten. Nur die schönsten, frischesten Nester gefallen ihnen und es kann sogar vorkommen, dass eine Dame das Nest bei Nichtgefallen einfach wieder mit dem Schnabel verrupft!

 

Hier geht es zum Schnappschuss des Monats September: Die Flosse!

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