Ein Tag in Haifa: Zu Besuch in den Baha’i Gärten

Israel ist ein Land, das mich mit seiner unvergleichlichen Vielfalt schon vor Langem in seinen Bann gezogen hat. Es ist ein Land, in dem Gegensätze aufeinander treffen – Religionen, Sprachen, Kulturen – und gerade das macht es auch zu einem so spannenden Ort. Bereits dreimal war ich seit 2012 in Israel, von Rosh HaNikra an der libanesischen Grenze bis zur Negev Wüste und dem Roten Meer im Süden, von Tel Aviv über Jerusalem bis zum Toten Meer bin ich kreuz und quer durch das Land gereist. Ein Ort, von dem ich dabei wirklich beeindruckt war, sind die Baha’i Gärten in Haifa.

Bahai Gärten, Haifa, Israel

Bereits von Weitem sind die imposanten Gärten eine Augenweide – zu recht sind sie seit 2008 als UNESCO-Welterbe gelistet.

Über 19 üppig begrünte Ebenen erstrecken sich die Gärten vom Rand der deutschen Kolonie den Nordhang des Karmelgebirges hinauf – ein Anblick, an dem ich mich kaum sattsehen kann und der mich noch immer mit Ehrfurcht erfüllt.

Bahai Gärten, Haifa, Israel

Blick auf den untersten Teil der Baha’i Gärten – direkt dahinter liegt die deutsche Kolonie.

Im Zentrum der Gärten steht der Schrein des Bab, einem Heiligen in der Religion der Baha’i. Obwohl ich mich selbst als Atheistin sehe, so lerne ich dennoch gerne über den Glauben anderer und besuche gerne die oft beeindruckenden und geschichtsträchtigen religiösen Orte in der ganzen Welt. Am Bahaitum mit seinen 5 Millionen Anhängern finde ich dabei besonders interessant, dass es sich um eine enorm friedfertige Glaubensrichtung handelt, die Toleranz gegenüber anderen Religionen fordert – in den Baha’i Tempeln wird sogar aus den Schriften aller Weltreligionen gelesen!

Schrein des Bab und innere Gärten

Schrein des Bab und innere Gärten

Schrein des Bab und innere Gärten

Schrein des Bab und innere Gärten

Zu Besuch in den Baha’i Gärten: Was du wissen solltest

Wenn du die Gärten der Baha’i besuchen möchtest, dann solltest du dich vorher auf der Website erkundigen, wann die Gärten geöffnet sind. Bei Pflege der Anlagen und an Feiertagen der Baha’i sind die Gärten nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Es ist leider auch nicht möglich vom unteren Ende der Gärten über die Treppen bis ganz nach oben zu gehen. Die sehenswerten inneren Gärten und der Schrein des Bab können nur vormittags besucht werden, die restlichen Gärten auch nachmittags. Wichtig: Schultern und Knie sollten aus Respekt bedeckt sein!

Schrein des Bab und innere Gärten

Schrein des Bab und innere Gärten

Nach einem morgendlichen Besuch der inneren Gärten solltest du anschließend zu Fuß zum oberen Ende der Gärten zu laufen und von dort die einmalige Aussicht über Haifa und das Mittelmeer genießen:

Bahai Gärten, Haifa, Israel Bahai Gärten, Haifa, Israel

Am oberen Ende der Gärten beginnen auch kostenlose Führungen durch den Garten, die fast täglich stattfinden (unbedingt vorher online den aktuellen Plan ansehen!). Die Führung ermöglicht es dir Teile der Gärten zu betreten, die sonst für Einzelpersonen nicht zugänglich sind. Darüber hinaus gibt der Guide einen interessanten Einblick in die Entstehung der Gärten und die Religion der Baha’i.

Im Anschluss an einen Besuch in den Baha’i Gärten bietet sich noch ein Bummel durch die deutsche Kolonie an. Für mich gehört dabei ein Besuch im Restaurant Fattoush zur Pflicht – dort kann man typisch israelisch essen und sitzt dabei ungemein idyllisch unter mit Laternen behangenen alten Bäumen.

Baha’i Gärten in Akko

Nicht nur in Haifa, sondern auch in Akko gibt es Baha’i Gärten, die besucht werden dürfen. In Akko gibt es aktuell nur samstags Führungen – und das allerdings nur auf Hebräisch.

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