Oft hat man mehr vom Rest der Welt gesehen als von seinem eigenen Heimatland. Das geht auch mir so – Urlaub im Ausland klingt ja einfach immer viel spannender als Reisen im Inland. Dabei hat Deutschland so viele schöne Orte, die einen Besuch wert sind, aber bei mir häufig zu kurz kommen. Eine Stadt, der ich nun schon seit Jahren einen Besuch abstatten wollte, ist Dresden. In Verbindung mit meinem Kurzurlaub im sächsischem Radeberg ließ sich dieser Wunsch nun im Winter 2014 endlich verwirklichen – und das auch noch zur Weihnachtszeit, wenn in Dresden gleich eine Vielzahl an Weihnachtsmärkten zum Bummeln einladen.

Deshalb hatte ich für meine Zeit in Dresden auch keine großen Pläne geschmiedet: Ich wollte einfach ein wenig durch die Stadt schlendern, dabei einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten bewundern und die vielen Weihnachtsmärkte besuchen. Wer sich in das weihnachtliche Getümmel stürzt sollte jedoch stets aufmerksam sein und auf seine Wertsachen aufpassen – im Gedränge der Märkte haben sich an meiner Kameratasche gleich mehrmals Diebe (erfolglos) versucht. Das hat mich aber nicht davon abgehalten einen tollen Tag in Dresden zu verleben. ;)

Also folgt mir nun auf einem Spaziergang über die schönsten Dresdner Weihnachtsmärkte:

1. Striezelmarkt

Der Striezelmarkt findet auf Dresdens Altmarkt statt und ist vermutlich der bekannteste unter den Dresdner Weihnachtsmärkten und lockt dementsprechend viele Besucher an.

Striezelmarkt Dresden

Bereits tagsüber ist es dort recht voll und man muss gerade am Wochenende etwas Geduld mitbringen, da man sich nur im Tempo der Menschenmasse durch die überfüllten Marktgassen bewegen kann. Insbesondere abends ist der Striezelmarkt mit seinem Riesenrad und einer großen Tanne jedoch eine der schönsten Ansichten, die Dreseden zu bieten hat.

2. Weihnachtsmarkt an der Liebfrauenkirche

Dieser Weihnachtsmarkt beginnt an der berühmten Liebfrauenkirche und führt von dort aus durch die Münzgasse bis an die Elbterrassen heran. Ein besonderer Hingucker dieses Marktes ist die große Pyramide, die bereits von Weitem zu sehen ist:

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Außerdem sehr zu empfehlen: Dresdner Handbrot – ein mit Schinken und Käse (vegetarisch: Pilzen und Käse) gefülltes Brötchen, das frisch vor Ort im Ofen gebacken und mit einem Klecks Sauerrahm verziert wird. Mit meinem warmen Handbrot stand ich dann also auf dem Weihnachtsmarkt an der Liebfrauenkirche und beobachtete, wie es zum Abend hin allmählich dunkler wurde. Dann ist  der Lichterschein der Buden besonders schön anzusehen, zum Beispiel so wie hier mit der imposanten Liebfrauenkirche im Hintergrund:

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3. Advent auf dem Neumarkt

Ich liebe historische Märkte und alles, was “auf alt getrimmt” ist. Besonders gut hat es mir daher auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Dresdner Neumarkt gefallen, denn dort fühlte ich mich wie ins frühe 20. Jahrhundert zurückversetzt. Auch hier herrschte geschäftiges Treiben, die Atmosphäre war jedoch viel entspannter als auf den anderen Märkten.
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4. Mittelaltermarkt im Stallhof

Im Stallhof des Residenzschlosses wartet ein zünftiger Mittelaltermarkt auf Besucher. Unter der Woche ist der Zutritt kostenlos, am Wochenende muss man jedoch Schlange stehen und auch noch Eintritt zahlen. Der Markt ist zwar schön, bei der sehr überschaubaren Größe finde ich es allerdings nicht gerechtfertigt Eintritt zu verlangen.

5. Augustusmarkt

Der Augustusmarkt befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt auf der anderen Seite der Elbe in der Dresdner Neustadt. Dort ist es nicht mehr ganz so voll, wie zum Beispiel auf dem Striezelmarkt, wodurch der Augustusmarkt ein guter Ort zum Verweilen ist. Wie auf den anderen Märkten auch gibt es hier eine große Auswahl verschiedener Speisen, die ab und zu aber sogar Sitzgelegenheiten bieten und sich so super zum Pausieren und Kräfte tanken eignen.

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Besonders zu empfehlen: Dresdner Baumstriezel, ein Gebäck aus Hefeteig, das um eine Rolle gewickelt und dann unter Drehen gebacken wird. Mein Favorit war der klassische Baumstriezel mit Zimt und Zucker, auf den Weihnachtsmärkten wird er jedoch in einer Vielzahl von Variationen angeboten: mit Kokos, Mohn, Nüssen, Vanille, und, und, und.20141206-DSC_0268Fazit: Ich kenne keine Stadt, die so viele Weihnachtsmärkte hat wie Dresden. Nicht nur, aber auch deswegen ist Dresden auf jeden Fall einen Besuch wert!

5 Responses

    • Herumtreiberin

      Darmstadt is a nice place to live. :) I can totally understand why you’d miss the christmas markets, they are probably my favourite thing about winter time in Germany!

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  1. Alli

    This looks so incredibly festive! I love all the lights and the beautiful stalls. I can’t wait to visit these markets for myself! :)

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  2. Ashliegh

    Germany is so charming. The Christmas markets were my favorite this past winter! As a first-time traveler in Europe, I couldn’t have hoped for a more charming time to visit than in the winter!

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    • Herumtreiberin

      From my experience, everybody who came here in winter LOVED Germany and especially the christmas markets. Still, most people hesitate to visit in winter because of the cold.

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