Abenteuer Afrika: Beim Frisör in Victoria Falls

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“Wir wollen eben noch zum Frisör, ist das ok?”, fragen mich meine Kollegen. Am Tag zuvor sind wir in Victoria Falls, der Stadt an den berühmten Victoriawasserfällen, angekommen, am nächstenTag geht es für uns schon wieder weg von hier. Da wir noch gemeinsame Erledigungen machen wollen gehe ich mit zum Frisör, damit wir von dort aus zusammen weiter können.

Wir laufen die Hauptstraße im überschaulichen, mit Touristen gefüllten Victoria Falls entlang und biegen dann nach links in eine kleine Gasse ab. Dann rechts und nochmal links, bis wir schließlich vor einem kleinen Frisörladen stehen. Hier verirrt sich wohl eher selten mal ein Tourist hin, wenn überhaupt.

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Hinter meinen Kollegen aus Namibia und Zimbabwe betrete ich den kleinen Raum. Während sie sich links auf den Frisörstühlen niederlassen setze ich mich schüchtern auf die Wartebank an der rechten Wand und schaue mich um. Wasserflecken haben gelbe, aufgeplatzte Stellen an der Zimmerdecke hinterlassen. An der Kopfwand hängen vergilbte und verblasste Plakate, die Haarschnitte zeigen, von denen viele für mich auf den ersten Blick gleich aussehen. In einer Ecke steht ein Radio, aus dem afrikanische Musik mit schnellem Beat erklingt und neben der Eingangstür tropft ein Wasserhahn stetig in das einzige Waschbecken des Frisörsalons.

Meine Kollegen belegen zwei der drei vorhandenen Plätze und ich kann nun beobachten, wie der eben noch leere Raum zum Leben erwacht: Zwei junge Männer betreten den Laden und legen meinen Kollegen Kittel um. Ohne groß zu reden beginnen die Frisöre mit ihrer Arbeit: Gründlich rasieren sie die Köpfe ihrer Kunden, bürsten immer wieder die Stoppeln hinfort, prüfen ihre bisherige Arbeit und rasieren weiter.

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Plötzlich wird das Summen des Rasiers von einem klingenden Telefon unterbrochen. “Yello?”, meldet sich mein Kollege. Mit einem Handzeichen bedeutet der eine Frisör dem anderen das Radio leiser zu stellen.

“Alissa, möchtest du lieber jetzt eine Krokodilfarm besuchen statt hier zu warten?”, fragt mich mein Kollege.

“Bloß nicht!”, antworte ich.

Denn ich bin genau da, wo ich gerade sein möchte: Mitten im echten afrikanischen Alltag.

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